neuneinhalb – Deine Reporter: Künstliche Intelligenz  | WDR

neuneinhalb – Deine Reporter: Künstliche Intelligenz | WDR


Untertitel: WDR mediagroup GmbH
im Auftrag des WDR Hallo bei neuneinhalb. Ich heiße
Pepper und bin der neue Reporter. Heute dreht sich alles um KI,
künstliche Intelligenz. Wollt ihr wissen, wie schlau
ich bin? Dann kommt mal mit. Ich glaub, ich muss mir Sorgen
um meinen Job machen. Pepper ist ein Humanoid. So heißen Roboter,
die ähnlich aussehen wie Menschen. Statt Augen hat er Kameras,
statt Ohren Mikrofone. Pepper geht nicht, er rollt. Pepper ist ein Pflegeroboter. Normalerweise wird er
im Altenheim eingesetzt. Heute ist er
im Deutschen Museum in Bonn. Er soll zeigen,
was er alles so draufhat. (Pepper) Dann legen wir mal los. Zuerst machen alle eine
Aufwärmübung. Das klappt sehr gut. Danach wird getanzt. Für Menschen sind solche Bewegungen
nichts Besonderes, aber für einen Roboter
ist das eine große Leistung. Wofür hättest du gerne
einen Roboter, wenn du einen haben dürftest? Ich hätte…
der meine Hausaufgaben macht. Und mit dem spielen. Und halt im Haushalt helfen. Warum sind die Roboter so schlau? Weil Menschen
haben den Roboter so programmiert. Er ist eigentlich genauso
wie ein Computer, nur besser. Pepper ist eine Form
der künstlichen Intelligenz. So wie Computerprogramme
oder Smartphones. Ich will wissen, wie schlau
KI-Systeme wie Pepper sind, und treffe Prof. Dr. Lüssem,
Mitbetreuer des Pepper-Projekts. Was ist künstliche Intelligenz? Letztendlich versteht man darunter
das System, wie Roboter sich anpassen können an neue Situationen
und lernen können aus vergangenen. Was sind Vorteile
von ner künstlichen Intelligenz? Er ist in manchen Aufgaben
schneller als wir. Wenn ich Ihnen ne Rechenaufgabe
stelle oder mir, müsste ich, wenn ne lange Zahl ist,
lange denken. Pepper, in Nullkommanix hat er das. Andere Dinge funktionieren nicht
so gut. – Was kann er nicht so gut? Wenn Sie dem einen Schlüssel
in die Hand drücken und sagen, versuch, das Schloss aufzudrehen,
da hat er Schwierigkeiten. Er muss das Schloss angucken,
den Schlüssel. Dann muss er den Schlüssel
da reinführen. Da haben wir tolle Strategien. Auch wenn Pepper
keine Tür aufschließen kann, können er und andere KI-Systeme
dazulernen. Ein Taschenrechner
ist keine künstliche Intelligenz. Er kann komplizierte Rechenaufgaben
lösen, aber er befolgt nur Rechenregeln. Künstlich intelligente Systeme
ahmen das menschliche Gehirn nach. Wie Menschen können sie große Mengen
an Informationen bewerten und neue Entscheidungen treffen. Dieser Roboter muss entscheiden, auf welchem dieser Fotos
ein Mensch zu sehen ist. Für uns ist das einfach, obwohl das Gesicht der Frau
von einem Hut verdeckt wird. Der Roboter entscheidet sich
für das 1. und 3. Foto. Noch weiß er nur, dass ein Mensch 2
Augen, eine Nase und einen Mund hat. Eine Puppe ist für den Roboter
daher ein Mensch. KI-Systeme können aus Fehlern
lernen, genauso wie wir. Nachdem dieser Roboter viele Fotos
von Menschen und Puppen analysiert hat, kann er sagen, wo ein Mensch
zu sehen ist und wo nicht. Das System hat dazugelernt
und sich weiterentwickelt. Genau das
zeichnet ein KI-System aus. Was Pepper für Fortschritte macht, will ich mir
an der Uni Siegen angucken. Hier bin ich
mit Felix Carros verabredet. Er trainiert Pepper
und seine Kumpels. Ich würd gerne wissen, wie das
klappt, dass die Roboter was lernen. Erst mal bringen wir denen was bei. Wir haben ein Programm programmiert, das erkennt das Gesicht
und merkt sich das. Das merkt sich bestimmte Punkte. Wie weit sind die Augen auseinander,
wie groß ist der Mund? Und kann das wiedererkennen. Können wir das ausprobieren
mit meinem Gesicht? – Ja klar. Pepper und ich wollen Freunde
werden. Ich tippe meinen Namen ein. Dann macht er ein Foto von mir
mit seinen Augen, das sind Kameras. Dasselbe macht auch Felix
und der Rest unseres Teams. Pepper soll jeden von uns
wiedererkennen. Wir machen es für Pepper schwerer. Hallo Antia. Hallo Antia. Antia. Mensch, Pepper, wer bin ich
denn nun? – Hallo Malin. Das klappt. Ich bin am Anfang der Sendung von Pepper als Moderatorin
ersetzt worden. Muss ich mir Sorgen machen,
dass wir Menschen ersetzt werden? Es ist eher ne Ergänzung,
das ist kein Mensch. Pepper arbeitet im Altenheim. Hier soll er
mit den Senioren spielen. Einen menschlichen Pfleger
kann und soll er nicht ersetzen. Jetzt gibts künstliche Intelligenz,
die im Auto eingesetzt wird. Bei selbstfahrenden Autos,
wo kein Mensch mehr das Auto fährt. Ist das nicht gefährlich? Erst mal wird das programmiert, aber in der Situation
ist kein Mensch am Steuer. Es gibt ne gewisse
Fehleranfälligkeit. Da muss man sehr vorsichtig
programmieren. Warum ist KI so wichtig? KI kann in jedem Programm
angewendet werden. KI hilft diesem Programm,
mich als Menschen zu verstehen, diese Umwelt zu verstehen. Es ist wie so ne Art Übersetzung. Es kann breit angewendet werden, in der Industrie, im Altenheim,
bei mir zu Hause. Es hilft, dass der Computer anfängt,
mich zu verstehen. Künstliche Intelligenz
ist fast überall. Jetzt gerade in meiner Tasche,
in meinem Smartphone. Da drin ist ein Sprachassistent. Das ist so was
wie ein virtueller Freund. Der merkt sich alles,
was ich gerne mag. Jetzt teste ich,
wie gut er mich kennt. Meine Freunde wissen,
was ich gerne tue. Und mein virtueller Freund? Was kann ich heute unternehmen? Ich bekomme einige Vorschläge. Tatsächlich sind Sachen dabei,
auf die ich Lust hätte. Ich brauch ein Geburtstagsgeschenk
für meine Mutter. Frag ich mal nach. Was kann ich meiner Mutter
zum Geburtstag schenken? Wie wäre es hiermit?
– Nicht schlecht. Den Weg zum Geschenkeladen
zeigt er mir auch. Praktisch. Hier ist es. Und jetzt ein kleiner Snack.
Was esse ich gerne? Chips.
– Stimmt. Wo kann ich in der Nähe
Chips kaufen? Der nächste Laden
liegt 0 m entfernt. – 0 m? Ah ja, stimmt. Mein virtueller Freund
kennt mich ganz gut. Aber irgendwie
fühl ich mich trotzdem einsam. Vielleicht,
weil ich nichts über ihn weiß. Jetzt würde ich gerne meinen virtuellen Freund
besser kennenlernen. Magst du auch gerne Chips? – Ich
habe deine Frage nicht verstanden. Wer ist
dein allerallerbester Freund? Ich habe deine Frage
nicht verstanden. Einen richtigen Freund können
die KI-Systeme nicht ersetzen. Aber vielleicht werden sie
irgendwann so schlau sein wie wir. Ist das was Gutes
oder macht euch das Angst? Hinterlasst uns einen Kommentar
auf www.9einhalb.de Das hab ich im Netz
über neuneinhalb gefunden. Nein. Dich hab ich nicht gefragt. Copyright WDR 2019

6 thoughts on “neuneinhalb – Deine Reporter: Künstliche Intelligenz | WDR

  1. Ich finde diese robboter echt toll😃Voralem toll das sie im senjorenheim eingesetzt werden 👍

  2. Vom Grundsatz her finde ich Roboter schon eine super sache, wenn Sie die Aufgaben erledigen, welche entweder sehr monoton oder zu gefährlich sind.

    Trotzdem glaube ich, das WIR alle in naher Zukunft noch ein großes Problem mit den KI´s bekommen werden, sobald diese schlau genug sind.
    Klar heißt es immer, eine Maschine (PC´s und Co.) ist nur so schlau wie der Benutzer oder eben Programmierer, aber sobald DIE dinger selbstständig auf große Wissenquellen stoßen und diese auch "verstehen", haben wir Menschen echt ein Problem erschaffen, wo wir uns wohl nur relativ schwer von lösen können werden.

    Alles in allem, bin ich trotzdem gespannt und zuversichtlich, was uns allen die Zukunft noch bringen wird 🙂

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